Tipps für die Freiberuflichkeit als Fotograf – eine Rezension

von Julia am 30. August 2011

David duChemin: Biete Visionen ...

David duChemin: Biete Visionen ...

Bei diesem “Sommerwetter” ist es mal wieder an der Zeit in einem Fotobuch zu stöbern. Heute: David duChemin: “Biete Visionen … Leben und arbeiten als Profifotograf” – oder ein Buch für alle, die es noch werden wollen.

Der kanadische Autor David duChemin hat sich in der internationalen Fotoszene längst einen Namen gemacht und inspiriert fotobegeisterte Menschen auf der ganzen Welt. Der Weg zu seiner Passion verlief auf Umwegen: vom Fotografen zum studierten Theologen, zum Comedian und schließlich wieder zurück zur Fotografie. Heute arbeitet duChemin vorwiegend für Hilfsorganisationen und bereist die ganze Welt. In seinem Buch Biete Visionen gibt er allen die Fotografie nicht mehr nur als Hobby betreiben wollen wertvolle Tipps für den Einstieg in die Freiberuflichkeit.

Auf fast 250 Seiten und in fünf Kapiteln führt er den Leser Schritt für Schritt an die Arbeit als freiberuflicher Fotograf(in) heran. Illustriert wird das Hardcoverbuch mit Fotobeispielen seiner Kollegen, die gerne aus dem Nähkästchen plaudern und ihre Geschichte erzählen und nützliche Hinweise zum Leben und Arbeiten als Fotograf geben.

“Man tut es nicht, weil man es kann, sondern weil man es unmöglich lassen kann”, lautet eine Weisheit von duChemin und trennt damit schon einmal die Spreu vom Weizen. Diejenigen, für die es mehr sein soll als nur ein Hobby, müssen eine Vision haben. Diese zu besitzen und mit möglichst viel Leben füllen zu können ist die erste Hürde, die auf dem Weg in die Freiberuflichkeit genommen werden muss. Konkret bedeutet dies, zu wissen wer man ist, was man will bzw. wohin man will und was man dem Markt bieten kann. Wenn diese Fragen geklärt sind, kann man sich an die praktische Umsetzung der Geschäftsidee oder Vision machen.

Hier nun ein paar Tipps, woran man denken sollte (frei nach duChemin):

  • Sein Handwerk beherrschen und sich stets weiterentwickeln.
  • Einen Mentor suchen, der einem auf den richtigen Weg bringen kann.
  • Sich spezialisieren und eine Marktnische finden und eine Marke kreieren.
  • Sich Marketing-Tools aneignen, denn als Freiberufler muss man kreativ und Geschäftsmann/frau zugleich sein. Nicht das Internet beim Marketing vergessen.
  • Netzwerke bilden (nicht nur Online).
  • Erwartungen der Kunden übertreffen. Immer ein bisschen mehr geben.
  • Bei aller Kreativität und Enthusiasmus, Verträge bei Geschäften nicht vergessen.
  • Versicherungen abschließen. Gerade eine Fotoversicherung kann sich im Schadensfall als Geschäftsretter erweisen. Der Nutzen einer Rechtsschutzversicherung sollte auch erwogen werden.
  • Sich Ziele setzen und ein ordentliches Zeitmanagement entwickeln. Den Businessplan nicht vergessen, falls fremde Gelder eingeworben werden sollen.
  • Einen Arbeitsort suchen. Dies kann zu Hause sein, ein angemietetes Studio oder auch ein Café.
  • Herausforderungen lieben und nicht scheuen und dennoch Mut zum Scheitern haben.
  • Ein Portfolio erstellen, was das Angebotsspektrum widerspiegelt (als Homepage und als Buch).
  • Möglichkeiten nutzen und sich am besten mehrere fotografische Standbeine schaffen (Fotos verkaufen, Bücher schreiben, Kurse geben etc.). Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

“Mache das, was Dir Spaß macht und Du wirst erfolgreich sein.” – In diesem Sinne kann ich duChemins Buch als Inspirationsquelle und praktische Hilfe für den Start in die Freiberuflichkeit als Fotograf nur empfehlen.

Geschrieben von Julia T. Scho.

Ich bin Kunstfotografin aus Leidenschaft. Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Kreativität sind meine Werkzeuge.

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