Kunstmarkt, ein Experiment, ein Feedback

von Julia am 16. Oktober 2011

Nachdem ich am letzten Wochenende in einem Kellergewölbe von jeglichen Kommunikationskanälen abgeschnitten war und wieder viel zu tun hatte, kann ich euch nun ein Feedback zu meinem Kunstmarkt Experiment geben:

Letzte Vorbereitungen für den Markt

Letzte Vorbereitungen für den Markt

Eines vorweg, finanziell hat es sich leider nicht wirklich gelohnt. – Das Ganze begann damit, dass ich mir meinen Standort nicht aussuchen durfte und so im Gewölbekeller landete, der ohne Beschilderung schlecht zu finden war. Dem wurde jedoch mit der Zeit durch ein Hinweisschild Abhilfe geschaffen. Dennoch war es im Keller leider etwas kalt und nass, auch wenn das an diesem regenreichen Wochenende auf fast alle Orte auf dem Kunstmarkt zutraf. Trotzdem habe ich das Beste aus der Situation gemacht und “unser” Raum sah am Ende doch recht wohnlich aus.

Mein Stand im Gewölbekeller

Mein Stand im Gewölbekeller

Durch das schlechte Wetter war die Besucherzahl des Marktes überschaubar und damit auch der Umsatz. Dennoch waren die zwei Tage keine verschwendete Zeit, denn ich habe sehr nette Menschen kennengelernt. Wie meine Standnachbarin Karin Drochner, die tollen und individuellen Schmuck designt. Einen wunderschönen Ring kann ich jetzt auch mein eigen nennen:-). Oder Brigitte Schlüter mit ihren lauter schönen Dinge aus Textilien zum verschenken. Und viele mehr, die dafür sorgten, dass trotz der Flaute eine warme und angenehme Atmosphäre herrschte.

Darüber hinaus war es für mich auch wichtig mich als Künstler und meine Werke hin und wieder der Öffentlichkeit zu präsentieren und so konnte ich wenigstens ein paar Flyer verteilen. Positive Resonanz habe ich mit meinen Fotos erfahren, auch wenn das schlechte Wetter und die Region um Bergheim offensichtlich nicht verkaufsförderlich waren.

Ein paar Interessenten gab es schon

Ein paar Interessenten gab es schon

Im Großen und Ganzen würde ich daher eine halbwegs positive Bilanz ziehen, auch wenn sich beim ersten Versuch der Verkauf von Fotokunstdrucken als schwierig erwisen hat. Ich denke aber, dass ich, wenn sich eine Möglichkeit bietet, nochmal einen Versuch starten werde. Aus einem Versuch, unter erschwerten Bedinungen, kann man noch keine Rückschlüsse auf den generellen Markt für Kunstdrucke schließen.

Hier jedoch noch ein paar Tipps:

  • Bevor ihr euch bei einem Markt anmeldet, schaut in euch lieber vorher an. So kann man die Location kennen lernen und schon ein wenig Marktforschung betreiben.
  • Lasst euch vorher einen genauen Ort für euren Stand zusichern und vertraglich festlegen, so entgeht ihr bösen Überraschungen.
  • Nicht wundern, wenn die Organisation etwas chaotisch sein könnte. Einfach den Überblick behalten.
  • Nehmt euch genug zum anziehen mit, es kann kalt und nass werden.
  • Eine Thermoskanne mit warmen Getränk kann auch nicht schaden, wenn vor Ort nicht viel zu haben ist.
  • Fragt vorher ob es Möglichkeiten gibt euren Müll zu entsorgen.
  • Nicht resignieren, auch wenn es nicht so gut läuft. Es gibt immer gute Erfahrungen die man mit auf den Weg bekommt.

Ich hoffe, dass ich ein paar Einblicke geben konnte. Falls ihr noch Fragen haben solltet, meldet euch einfach bei mir.

Geschrieben von Julia T. Scho.

Ich bin Kunstfotografin aus Leidenschaft. Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Kreativität sind meine Werkzeuge.

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