Sommershooting

von Julia am 8. Mai 2011

Nach langer Pause u.a. bedingt durch eine Fotoreise nach Paris (dazu bald mehr) stelle ich euch heute mein letztes Fotoshooting vor. Auch wenn erst Mai ist scheint der Sommer im vollem Gange zu sein. Mehr ein Grund mal wieder ein Fotoshooting im Freien zu absolvieren.

Dieses Mal habe ich ein urbanes Setting gewählt. Rund um die Bonner Hofgartenwiese finden sich viele interessante Ecken und Hintergründe die man für ein Shooting gut nutzen kann.

Mehr Farbe fürs Foto

Mehr Farbe fürs Foto

Bei diesem Foto habe ich als Hintergrund einen bemalten Stromkasten gewählt. Schön hierbei finde ich, dass er dem Foto viel Lebendigkeit verleiht und im oberen Bildbereich die Uni zu erkennen ist und so das Bild direkt in einem Kontext verortet. Bemalte Stromkästen gibt es inzwischen in vielen Städten – sie bieten einen tollen Kontrast bei Portraitfotos. Alternativ kann man sich auch ein schönes oder interessantes Graffiti suchen.

interessante Hintergründe gibt es überall

interessante Hintergründe gibt es überall

Bei dem nächsten Porträt bildet das auf die Wand geklebte Zebra einen tollen Blickfang. Durch das ungewöhnliche Motiv im urbanen Zusammenhang entsteht ein Kontrast von Hintergrund und Porträt der das ganze Foto interessant macht. Trotz des Blickfangs gerät das Portrait nicht in den Hintergrund, denn durch die leichte Unschärfe des Zebras werden die Bildprioritäten klar und das Zebra kann auch als Muster in den Hintergrund treten.

Kontexte verleihen Bedeutung

Kontexte verleihen Bedeutung

Diese Fotografie gefällt mir besonders gut, da sie eine Geschichte zu erzählen scheint und sehr viel Tiefe hat. Dieses Setting war auch wieder ein Zufallsfund – ein Schaufenster eines Einrichtungsgeschäftes. Interessant finde ich bei dem ganzen die Zeitmetaphorik. Man fragt sich warum zwei Uhren? Warum ist die Zeit so wichtig? Ist Zeit nicht relativ? Ich finde das sehr spannend. Durch die verschiedenen Schärfebereiche des Bildes, die Schärfe liegt hier auf der Armbanduhr, entstehen in dem Foto verschiedene Ebenen. – Letztlich auch Bedeutungsebenen. Hier tritt zwar das eigentliche Personenportrait in den Hintergrund doch durch den Kontext erhält das Bild Spannung und regt zum Nachdenken an.

Ich hoffe ich konnte euch ein paar Anregungen zum Thema Outdoor-City-Shooting geben. Neben der Wahl des richtigen Hintergrundes, was auch einfach eine schön gestaltete Hauswand sein kann, sind natürlich die Lichtverhältnisse ausschlaggebend für ein gelungenes Foto. Am besten recht frühmorgens fotografieren oder am späten Nachmittag. Während dieser Zeiten kann man die schönste Lichtstimmung erzeugen. Wenn ihr einen interessanten Gegenstand – und wenn es eine Ampel sein sollte – in das Foto einbindet, könnt ihr spannende Kontraste schaffen oder sogar Geschichten erzählen. Bei Porträtshootings ist es natürlich immer wichtig auch auf die Wünsche und Ideen des Porträtierten einzugehen.

Viele Faktoren sind entscheidend für ein gelungenes Sommershooting. Doch neben der richtigen Ausrüstung, dem Licht, dem Hintergrund oder Kontext, sind zwei Dinge besonders wichtig: Kreativität und Spaß bei der Sache! – Ich wünsche euch einen schönen Sommer mit vielen tollen Fotomöglichkeiten.

Geschrieben von Julia T. Scho.

Ich bin Kunstfotografin aus Leidenschaft. Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Kreativität sind meine Werkzeuge.

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