USA – Ein erster Einblick

von Julia am 24. November 2013

Nun komme ich endlich mal dazu hier ein paar erste Impressionen der neuen, temporären Heimat in Cleveland, Ohio zu zeigen.

amerikanische Flagge

amerikanische Flagge

Entgegen aller Vorurteile, einst von ihren Liebhabern als “Mistake on the Lake” bezeichnet, ist Cleveland eine interessante und abwechselungsreiche Stadt. Die 1796 gegründete “Forest City” und einstige Heimat von Rockefeller ist vor allem eines: eine Stadt starker Gegensätze. Während sich in manchen Stadtteilen, wie Cleveland Hights, eine Villa nach der anderen die Straßen mit ihren riesigen Vorgärten säumt, sind andere, wie beispielsweise East Cleveland (in das wirklich kein Tourist gehen sollte) von extremer Armut und Verfall geprägt.

ein "kleines" Einfamilienhaus in Cleveland Hights

ein "kleines" Einfamilienhaus in Cleveland Hights

geplatzter American Dream

geplatzter American Dream

Einst durch die Stahlindustrie groß geworden wird Cleveland inzwischen zu den Städten im Rustbelt gerechnet die infolge der Stahlkrise ab den 1970er Jahren an Bedeutung verlor. Heute sieht sich die Stadt mit Arbeitslosigkeit, Armut und Kriminalität konfrontiert, auch wenn dies von Stadtviertel zu Stadtviertel differiert. Insofern sind Vorurteile die Stadt sei eine Art Moloch und nur durch seinen einst in Brand geratenen Cuyahoga River und zur Niederlage neigenden Sportmannschaften bekannt, oberflächlicher Natur und reduktionistisch.

Wahr ist, wenn man dies verkürzt sagen kann, dass die Stadt, wie auch die gesamten USA sich ihren hausgemachten Problemen stellen muss. Allerdings begreift Cleveland seine wirtschaftliche und soziale Situation auch als Chance um sich neu zu erfinden. Das Potential und die Infrastruktur hat die Stadt auf alle Fälle. Im Gegensatz zu vielen amerikanischen Städten in denen man ohne ein Auto nicht weit kommt, verfügt Cleveland über ein relativ gutes öffentliches Verkehrsmittelnetz (nicht zu vergleichen mit deutschen Verhältnissen) mit dem man fast die ganze Stadt relativ günstig erkunden kann.

Es gibt viele verschiedene Stadtteile die alle ganz unterschiedlich sind und in denen es viel zu entdecken gibt: Architektur, Kunst, Lebensart, kleine Geschäfte, Restaurants und Flair. Bei Gelegenheit werde ich sie vorstellen. – Darüber hinaus verfügt die Stadt über sehr gute Bildungseinrichtungen, Kultur (Cleveland Orchestera, Theater, Rock´n´Roll Hall of Fame, Institut of Arts, Cleveland Museum of Arts oder das moca – Museum of Contemporary Arts, was praktischerweise direkt gegenüber liegt), den Eriesee direkt vor der Tür, wenn teilweise auch leider schwer erreichbar und jede Menge Parks und Grünflächen.

grüne Stadt

grüne Stadt

In diesem Sinne ist Cleveland durchaus eine Reise wert, wenn man nicht nur eine perfekte Glitzerkulisse erwartet. In meinem kurzen Überblick, der mit der Zeit noch durch einzelne Beiträge ergänzt werden soll, möchte ich noch mit einem Link zu einer interessanten Initiative zum Thema, wie sich die Stadt neu erfindet und einigen fotografischen Impressionen schließen.

University Circle (Heimat der Case Western Reserve University an einiger Museen):

University Circle 1

University Circle

University Circle - neue Architektur entsteht

University Circle - neue Architektur entsteht

moca

moca

moderne Nachbarschaft

moderne Nachbarschaft

Gebäude der Case University

Gebäude der Case University

weitere Stadtteile – Ohio City – Tremont – Downtown:

Tremont 1

Tremont 1

Tremont 2

Tremont 2

Tremont 3

Tremont 3

Ohio City: Westside Market

Ohio City: Westside Market

Downtown 1

Downtown 1

Downtown 2

Downtown 2

Hotdogstand in Downtown

Hotdogstand in Downtown

Blick auf den Eriesee

Blick auf den Eriesee

was es sonst noch in der Stadt zu sehen gibt: eine kleine Auswahl

riesige Cupcakes

riesige Cupcakes

jede Menge süßer Nager

jede Menge süßer Nager

ohne Worte

ohne Worte

viele Fahrräder

viele Fahrräder

Streetart

Streetart

Indian Summer

Indian Summer

Demnächst mehr Fotos und Berichte aus der Ferne – u.a. warum gehen Amerikaner mit Schlafanzughose in den Supermarkt?

Geschrieben von Julia T. Scho.

Ich bin Kunstfotografin aus Leidenschaft. Nachhaltigkeit, Natürlichkeit und Kreativität sind meine Werkzeuge.

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  1. Indian Summer in Cleveland Auch wenn sich langsam Kälte und Schnee über die Stadt...

2 Kommentare

Amerikaner sitzen auch in Unterhose in der U-Bahn, während sie obenrum einen Anzug tragen. Knitterschutz? Man weiß es nicht.
Dein Blog ist schön und informativ!

by Hella on 25. November 2013 at 10:16. Antworten #

Danke Dir! –
Da bin ich ja froh, dass es hier keine U-Bahn gibt:-).
Aber Knitterschutz könnte eine Erklärung sein.

by Julia on 26. November 2013 at 00:24. Antworten #

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